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Lieferplattformen · 6 Min. Lesezeit
Lieferando-Provision und Plattformkosten für Restaurants
Aktualisiert am 23. Oktober 2026
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Lieferplattformen bringen Bestellungen, kosten aber pro Bestellung Geld. Dieselbe Portion lässt im Lokal einen ganz anderen Betrag übrig als in der Lieferung. Diese Seite zeigt, welche Konditionen öffentlich belegt sind und wie du deinen Preis rechnest.
Nur Uber Eats veröffentlicht für Deutschland feste Prozentsätze. Bei den anderen Plattformen steht die Provision im Partnervertrag. Wir nennen deshalb keine Werte, die wir nicht an einer offiziellen Stelle prüfen konnten.
| Plattform | Öffentlich belegte Kondition |
|---|---|
| Uber Eats Deutschland | 30 % bei Lieferung durch Uber (33 % bei Uber-One-Bestellungen), 14 % bei Selbstzustellung (12 % bei Uber One), 14 % bei Abholung. Quelle |
| Lieferando | Kein öffentlich geprüfter Pauschalsatz. Maßgeblich ist die Provision in deinem Partnervertrag. Partnerseite |
| Wolt Deutschland | Die Partner-FAQ verweisen auf die „vereinbarte Provision“, ohne Prozentsatz. Quelle |
| foodora Österreich | Provision als Vergütung für Auftragsvermittlung, Fahrer, Zahlungsabwicklung und Marketing laut Vertrag, ohne öffentlichen Prozentsatz. Quelle |
Geprüft am 23. Oktober 2026. Konditionen und Angebote können sich ändern. Maßgeblich ist immer dein eigener Vertrag.
Nettoerlös = Bruttopreis ÷ (1 + Umsatzsteuersatz) Provision = Bruttopreis (oder Nettoerlös, je nach Vertrag) × Provisionssatz Rest vor Fixkosten = Nettoerlös − Provision − Wareneinsatz − Verpackung − Arbeitszeit
Beispiel in Deutschland: Ein Gericht kostet auf der Plattform 15,00 € brutto. Bei 7 % Umsatzsteuer bleiben 14,02 € netto. Bei 30 % Provision auf den Bruttopreis gehen 4,50 € an die Plattform. Nach 3,50 € Wareneinsatz, 0,80 € Verpackung und 2,00 € Arbeitszeit bleiben 3,22 € für Miete, Energie und Gewinn. Im Lokal, ohne Provision und Verpackung, wären es 8,52 €.
Die Umsatzsteuer auf die Rechnung der Plattform ist eine eigene Frage. Für Betriebe mit Vorsteuerabzug ist sie meist kein Kostenfaktor; kläre das mit deiner Steuerberatung.
Mehr zu Ghost Kitchen und Lieferküche steht in der Lieferdienst-Kalkulation, die Stufen DB I bis IV im Artikel Deckungsbeitrag berechnen.
Einen öffentlich geprüften Pauschalsatz für Lieferando gibt es nicht. Maßgeblich ist die Provision in deinem Partnervertrag und deiner Abrechnung. Trage deinen Vertragssatz in den Rechner ein, um zu sehen, was pro Bestellung bleibt.
Uber Eats nennt für Deutschland öffentlich 30 % bei Lieferung durch Uber, 33 % bei Bestellungen von Uber-One-Mitgliedern, 14 % bei Selbstzustellung (12 % bei Uber One) und 14 % bei Abholung (Stand: 23. Oktober 2026).
Bei 15,00 € brutto, 7 % Umsatzsteuer und 30 % Provision auf den Bruttopreis bleiben nach 3,50 € Wareneinsatz, 0,80 € Verpackung und 2,00 € Arbeitszeit 3,22 € vor Fixkosten. Im Lokal blieben ohne Provision und Verpackung 8,52 €.
Das regelt dein Vertrag mit der Plattform. Wird die Provision auf den Bruttopreis berechnet, wiegt sie schwerer, als die Prozentzahl vermuten lässt. Der Rechner auf dieser Seite lässt dich beide Varianten wählen.
Viele Betriebe arbeiten mit eigenen Lieferpreisen, weil Provision und Verpackung sonst den Deckungsbeitrag aufzehren. Ob und wie stark du abweichen darfst, regelt dein Plattformvertrag. Prüfe die Konditionen vor einer Preisänderung.
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