Software · 7 Min. Lesezeit
Gastro-App fürs iPhone: Rezepte direkt in der Küche kalkulieren
Aktualisiert am 23. Oktober 2026
Bei mir im Lokal sieht der Alltag so aus: Der Lieferant kommt um sieben, die Rechnung liegt am Pass, und um elf will ich wissen, ob das neue Mittagsgericht bei dem Preis noch passt. Am Laptop sitze ich da nicht. Genau deshalb muss Kalkulation am Handy funktionieren. Hier zeige ich dir, worauf es bei einer Kalkulation-App für die Gastronomie ankommt und wie das in der Praxis aussieht.
Was ist eine Kalkulation-App für die Gastronomie?
Eine Kalkulation-App ist eine Anwendung für Smartphone, Tablet oder Browser, mit der du Zutaten, Rezepte und Gerichte erfasst und daraus die Kosten pro Portion und die wichtigsten Kennzahlen berechnest. Im Unterschied zu einer allgemeinen Rechner-App kennt sie gastro-typische Dinge wie Schwund, Grundrezepte, Steuersätze für Speisen und Getränke und Deckungsbeiträge.
Warum am Handy kalkulieren statt am Schreibtisch?
- Rezepte entstehen in der Küche. Wenn du beim Abwiegen gleich die Mengen einträgst, stimmen sie. Später aus dem Gedächtnis nachtragen geht fast immer schief.
- Preise ändern sich bei der Lieferung. Die Rechnung ist da, wenn die Ware kommt, nicht am Monatsende.
- Entscheidungen fallen spontan. "Können wir den Spargel diese Woche um 18,90 € anbieten?" beantwortest du in zwei Minuten, wenn die Zahlen in der Hosentasche sind.
Welche Funktionen braucht eine gute Rezeptkalkulation-App?
| Funktion | Am Handy wichtig, weil … |
|---|---|
| Zutaten mit Einheit, Netto-Preis, Schwund | Du erfasst sie direkt beim Wareneingang |
| Grundrezepte wiederverwendbar | Sauce oder Teig nur einmal kalkulieren |
| Rechnungsscan per Kamera | Kein Abtippen von Rechnungen |
| Quote, Kalkulationsfaktor, DB I sofort sichtbar | Schnelle Entscheidung beim Preis |
| Preisvorschlag nach Ziel-Quote | Neue Gerichte ohne Taschenrechner bepreisen |
| Sync zwischen Handy und Web | Unterwegs erfassen, am Laptop auswerten |
| Team-Zugang | Küchenchef und Inhaber arbeiten mit denselben Zahlen |
Wie läuft eine Kalkulation in der App ab? Ein Beispiel
Nehmen wir ein Mittagsgericht: Hühnerbrust mit Ofenkartoffeln bzw. Ofenerdäpfeln. Alle Preise sind Beispielwerte (netto).
1. Zutaten anlegen. Hühnerbrust kostet 10,90 € pro kg, beim Parieren gehen 5 % verloren. Der echte Preis pro kg geputzt:
Preis nach Schwund = Einkaufspreis ÷ (1 − Schwund) 10,90 € ÷ 0,95 = 11,47 € pro kg
2. Rezept bauen (pro Portion).
| Zutat | Menge | Preis je Einheit nach Schwund | Kosten |
|---|---|---|---|
| Hühnerbrust | 0,18 kg | 11,47 € | 2,07 € |
| Kartoffeln / Erdäpfel | 0,20 kg | 1,06 € | 0,21 € |
| Olivenöl | 0,02 l | 7,90 € | 0,16 € |
| Ei (Panade) | 1 Stück | 0,29 € | 0,29 € |
| Kräuter & Gewürze | pauschal | – | 0,12 € |
| Sauce (Grundrezept) | 0,05 l | 2,40 € | 0,12 € |
| Summe Wareneinsatz | 2,97 € |
3. Preis prüfen. Auf der Karte steht das Gericht mit 16,50 € brutto, in Österreich mit 10 % Umsatzsteuer auf Speisen (Stand: Oktober 2026).
Nettopreis = 16,50 ÷ 1,10 = 15,00 € Wareneinsatzquote = 2,97 ÷ 15,00 = 19,8 % DB I = 15,00 − 2,97 = 12,03 €
Das Gericht ist gut kalkuliert. Erhöht der Lieferant die Hühnerbrust auf 12,40 € pro kg, steigt der Fleischanteil von 2,07 € auf 2,35 €. Die App rechnet das automatisch durch, sobald du den neuen Preis übernimmst – im Idealfall per Rechnungsscan.
Wie die einzelnen Schritte im Detail funktionieren, erkläre ich unter Rezeptkalkulation und Speisenkalkulation.
Wie funktioniert der Rechnungsscan?
Der Rechnungsscan ist für mich die wichtigste Funktion am Handy. So läuft er in GastroCalculator ab:
- Rechnung fotografieren – direkt beim Wareneingang.
- Positionen prüfen – die App zeigt dir die erkannten Artikel, Mengen und Preise. Du kontrollierst und korrigierst, wo nötig.
- Übernehmen – die neuen Einkaufspreise landen bei den passenden Zutaten, und alle Gerichte, in denen sie stecken, rechnen sich neu.
Beim ersten Abo sind 10 Start-Scans enthalten, weitere Scans kaufst du als Pakete. Warum die laufende Preispflege so viel ausmacht, liest du unter Wareneinsatz senken.
iOS-App oder Web-App?
GastroCalculator gibt es als iOS-App für iPhone und iPad und als Web-App, die in jedem aktuellen Browser läuft – also auch auf Android-Geräten, am Laptop oder am Kassen-PC. Beide greifen auf dieselben Daten zu. Ich nutze die App in der Küche zum Erfassen und Scannen und die Web-Version am Laptop, wenn ich die ganze Karte durchgehe. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch und Englisch, was praktisch ist, wenn im Team nicht alle Deutsch sprechen.
Was kann die App außer Speisen noch kalkulieren?
- Getränke mit Ausschankmenge und Schankverlust – mehr unter Getränkekalkulation.
- Arbeitszeit bzw. Personalkosten pro Gericht.
- Verpackung und Liefer- bzw. Plattformgebühren – wichtig, wenn du über Lieferdienste verkaufst.
- Geplanter Fixkostenanteil und die Deckungsbeitrag-Stufen DB I bis DB IV.
- Mehrere Restaurants bzw. Standorte und Teammitglieder.
Wenn du erst einmal ohne App testen willst, ob deine Preise stimmen, nimm den kostenlosen Wareneinsatz-Rechner. Und wenn du gerade zwischen App, Excel und größeren Systemen abwägst, hilft dir die Checkliste unter Kalkulationsprogramm für die Gastronomie.
Alle Fakten zur App, Geräte, Preis und den QR-Code zum Herunterladen findest du auf der Seite GastroCalculator App für iPhone und iPad.
Du suchst ein Kalkulationsprogramm für Büro und Küche und willst Anbieter vergleichen? Die Checkliste dazu steht im Ratgeber Kalkulationsprogramm für die Gastronomie.
Häufige Fragen
Gibt es eine App für die Rezeptkalkulation in der Gastronomie?
Ja. GastroCalculator gibt es als iOS-App und als Web-App im Browser. Du legst Zutaten mit Einkaufspreisen an, baust Rezepte und siehst Wareneinsatz, Quote und Deckungsbeitrag pro Gericht – am Handy genauso wie am Laptop.
Funktioniert die Kalkulation-App auch auf Android?
Eine eigene Android-App gibt es derzeit nicht, aber die Web-App läuft in jedem aktuellen Browser, also auch am Android-Handy oder Tablet. Deine Daten sind auf allen Geräten dieselben (Stand: Oktober 2026).
Wie funktioniert der Rechnungsscan?
Du fotografierst eine Lieferantenrechnung, die App erkennt die Positionen und du prüfst sie, bevor du sie übernimmst. Danach rechnen alle Gerichte mit den neuen Preisen. Beim ersten Abo sind 10 Scans dabei, weitere gibt es als Pakete.
Können mehrere Leute im Team mit der App arbeiten?
Ja. Du kannst Teammitglieder einladen und mehrere Restaurants bzw. Standorte verwalten. So kann etwa die Küchenchefin Rezepte pflegen, während du die Preise im Blick behältst.
Was kostet die Gastro-App?
Die ersten 14 Tage sind kostenlos. Danach kostet GastroCalculator 10 € netto pro Monat oder 99 € netto pro Jahr, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer; das Monatsabo ist monatlich kündbar (Stand: Oktober 2026). Für den Test hinterlegst du eine Zahlungsmethode.
Probier es beim nächsten Wareneingang aus
Lade dir die App, scanne die nächste Lieferantenrechnung und kalkulier dein meistverkauftes Gericht – das dauert keine Viertelstunde. 14 Tage kostenlos testen, danach 10 € netto im Monat oder 99 € netto im Jahr, monatlich kündbar.
14 Tage kostenlos testen14 Tage kostenlos testen mit Zahlungsmethode. Ohne Kündigung anschließend je nach Auswahl 10 € netto pro Monat oder 99 € netto pro Jahr, jeweils zuzüglich USt.