Imbiss & Foodtruck
Kalkulation für Imbiss & Foodtruck
Kleine Karte, kleine Preise, hoher Durchsatz: Im Imbiss und am Foodtruck entscheidet die Kalkulation pro Einheit – inklusive Box, Serviette und Standgebühr.
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Von Jakob Moisejew, der selbst ein Streetfood-Lokal in Wien führt. Stand: Oktober 2026.
Die drei Fallen im Streetfood-Geschäft
Verpackung wird vergessen
Box, Serviette, Tüte, Besteck: Pro Verkauf schnell 0,30 bis 0,60 €. Bei einem 9,50-€-Burger ist das ein ordentliches Stück vom Deckungsbeitrag – wenn es niemand mitrechnet.
Standgebühren hängen in der Luft
Stellplatz, Marktgebühr oder Festival-Pauschale sind Fixkosten, die der Burger mitverdienen muss. Ohne geplanten Fixkostenanteil pro Verkauf merkst du erst am Abend, ob sich der Tag gelohnt hat.
Preise unter Druck
Am Stand vergleicht jeder Gast deinen Preis mit dem Nachbarn. Wer seinen Wareneinsatz pro Burger nicht kennt, kann weder selbstbewusst erhöhen noch gezielt günstiger sein.
Rechenbeispiel
Ein Burger to go, komplett gerechnet.
Cheeseburger um 9,50 € brutto zum Mitnehmen. In Österreich gelten auf Speisen – auch to go – 10 % Umsatzsteuer, netto bleiben 8,64 €. Nach Ware und Verpackung bleiben 5,21 € pro Burger. Davon geht noch der Fixkostenanteil weg: Bei 120 € Standgebühr und 80 verkauften Burgern sind das 1,50 € pro Stück.
Beispielzahlen. In Deutschland gilt für Essen zum Mitnehmen der ermäßigte Satz von 7 % – netto wären es 8,88 €.
GastroCalculator am Stand
Kalkulieren, wo gekocht wird: am Handy.
Häufige Fragen
Wie kalkuliere ich einen Burger für den Foodtruck?
Rechne alle Zutaten pro Burger zusammen – Bun, Patty aus dem Kilopreis, Käse, Salat, Sauce – und dazu die Verpackung pro Verkauf. Zieh beides vom Nettopreis ab (Bruttopreis durch 1,10 in Österreich, durch 1,07 in Deutschland to go). Danach prüfst du, ob der Rest auch Standgebühr, Truck und deinen Lohn trägt.
Wie rechne ich Standgebühren in den Preis ein?
Standgebühren sind Fixkosten: Teile die Gebühr durch die realistisch erwartete Verkaufsmenge. 120 € Tagespauschale bei 80 verkauften Burgern sind 1,50 € pro Burger, die dein Deckungsbeitrag zusätzlich tragen muss. Bei teuren Festivals lohnt sich die Rechnung vorab – manchmal ist der Platz das eigentliche Verlustgeschäft.
Was kostet Verpackung pro Verkauf im Imbiss?
Je nach Einkauf liegen Burgerbox, Serviette und Tüte als grober Richtwert zusammen bei etwa 0,30 bis 0,60 € pro Verkauf, mit Besteck und Dip-Bechern mehr. Das klingt wenig, sind bei 80 Verkäufen am Tag aber schnell 30 bis 50 € – deshalb gehört Verpackung als eigene Position in jede Kalkulation.
Welche Mehrwertsteuer gilt für Essen zum Mitnehmen?
In Österreich gelten auf Speisen 10 % Umsatzsteuer, egal ob im Lokal oder zum Mitnehmen. In Deutschland gilt für Essen zum Mitnehmen der ermäßigte Satz von 7 %, beim Verzehr vor Ort 19 % (Stand: Oktober 2026). Für die Kalkulation rechnest du immer mit dem Nettopreis, nicht mit dem Kartenpreis.
Welche Wareneinsatzquote ist im Imbiss normal?
Als grober Richtwert liegen Imbiss und Streetfood oft zwischen 30 und 40 Prozent Wareneinsatz, weil die Preise niedriger sind als im Restaurant. Das ist in Ordnung, solange der Deckungsbeitrag in Euro mal Verkaufsmenge deine Fixkosten deckt – hoher Durchsatz gleicht die höhere Quote aus.
Wisse vor dem Festival, ob es sich rechnet.
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