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Kalkulation · 6 Min. Lesezeit

Rezeptkalkulation Excel-Vorlage: kostenlos für die Gastronomie

Jakob Moisejew
Aktualisiert am 15. Oktober 2026
Unsere kostenlose Rezeptkalkulation-Excel-Vorlage hat vier Tabs: Anleitung, Zutaten mit Netto-Preis und Schwund, ein Rezeptblatt mit Dropdown-Auswahl und eine Speisekarten-Übersicht. Sie berechnet automatisch Kosten je Portion, Wareneinsatzquote, Kalkulationsfaktor, DB I und den Zielpreis für deine Wunsch-Quote. Direkter Download ohne E-Mail-Eingabe.

Rezeptkalkulation-Vorlage kostenlos herunterladen (.xlsx)

Mit einem Klick startet der Download der Excel-Datei.

Excel-Vorlage herunterladen

Ich habe die Vorlage so gebaut, wie ich sie mir am Anfang für mein eigenes Lokal gewünscht hätte: eine Zutatenliste, auf die alle Rezepte zugreifen, keine Preise doppelt, keine Makros. Hier erkläre ich dir jeden Tab und wie du ihn ausfüllst.

Was ist in der Vorlage enthalten?

TabWofürWas du einträgstWas automatisch berechnet wird
AnleitungKurze Erklärung, Farb-Legende, Formeln––
ZutatenAlle Zutaten mit EinkaufspreisZutat, Einheit, Gebinde-Menge, Gebinde-Preis netto, Schwund %Preis je Einheit, Preis je Einheit nach Schwund
RezeptEin Gericht durchrechnenName, Portionen, Bruttopreis, Steuersatz, Ziel-Quote, Zutaten und MengenKosten, Kosten je Portion, Nettopreis, Quote, Kalkulationsfaktor, DB I, Zielpreis
SpeisekarteBis zu 20 Gerichte im ÜberblickGericht, Kosten je Portion, Bruttopreis, SteuersatzNettopreis, Quote, Kalkulationsfaktor, DB I, Durchschnitt

Eingabefelder sind hellgrün mit blauer Schrift. Weiße Zellen mit schwarzer Schrift enthalten Formeln. Grüne Schrift bedeutet: Der Wert kommt aus einem anderen Tab.

Tab "Zutaten": wie trägst du deine Einkaufspreise ein?

Jede Zutat steht genau einmal hier. Du trägst ein, wie du sie einkaufst:

  • Zutat: möglichst eindeutig, z. B. "Kartoffeln festkochend" statt "Kartoffeln".
  • Einheit: kg, l, Stück, Bund oder Portion (Dropdown).
  • Gebinde-Menge: wie viel im Gebinde steckt, z. B. 25 für einen 25-kg-Sack.
  • Gebinde-Preis netto: der Preis laut Lieferantenrechnung ohne Umsatzsteuer bzw. Mehrwertsteuer.
  • Schwund %: was beim Putzen oder Schälen verloren geht.

Daraus rechnet die Vorlage:

Preis je Einheit = Gebinde-Preis netto ÷ Gebinde-Menge
Preis je Einheit nach Schwund = Preis je Einheit ÷ (1 − Schwund)

Beispiel aus der Vorlage: Ein 25-kg-Sack festkochende Kartoffeln bzw. Erdäpfel kostet 22,50 € netto. Das sind 0,90 € pro kg. Bei 15 % Schälverlust kostet dich ein Kilo geschälte Ware 0,90 ÷ 0,85 = 1,06 €.

Die 16 vorausgefüllten Zutaten sind Beispielpreise – bitte ersetzen. Sie zeigen nur das Format. Warum Schwund so viel ausmacht, erkläre ich ausführlich unter Rezeptkalkulation.

Tab "Rezept": wie kalkulierst du ein Gericht?

Oben trägst du die Eckdaten ein: Rezeptname, Portionen, Verkaufspreis brutto je Portion, Steuersatz (voreingestellt 10 %, Speisen in Österreich, Stand: Oktober 2026) und deine Ziel-Wareneinsatzquote.

Darunter wählst du in Spalte A die Zutat aus dem Dropdown und trägst in Spalte B die Menge ein, die ins Rezept kommt – geputzt, in der Einheit aus dem Zutaten-Tab. Weil der Einheitspreis den Schwund schon enthält, ist der Putzverlust automatisch mitbezahlt. Einheit und Einheitspreis holt sich die Vorlage per INDEX/VERGLEICH aus dem Zutaten-Tab.

Im Ergebnisblock stehen dann:

Kosten je Portion   = Gesamtkosten ÷ Portionen
Nettopreis          = Bruttopreis ÷ (1 + Steuersatz)
Wareneinsatzquote   = Kosten je Portion ÷ Nettopreis
Kalkulationsfaktor  = Bruttopreis ÷ Kosten je Portion
DB I je Portion     = Nettopreis − Kosten je Portion
Zielpreis brutto    = Kosten je Portion ÷ Ziel-Quote × (1 + Steuersatz)

Beispiel aus der Vorlage: Spaghetti Pomodoro für 10 Portionen

WertErgebnis
Gesamtkosten Rezept (8 Zutaten)16,59 €
Kosten je Portion (÷ 10)1,66 €
Verkaufspreis brutto11,90 €
Nettopreis (11,90 ÷ 1,10)10,82 €
Wareneinsatzquote (1,66 ÷ 10,82)15,3 %
Kalkulationsfaktor (11,90 ÷ 1,66)7,2
DB I je Portion (10,82 − 1,66)9,16 €
Zielpreis bei 28 % Quote (1,66 ÷ 0,28 × 1,10)6,52 €

Nudelgerichte haben typischerweise eine niedrige Quote, deshalb liegt der Zielpreis hier weit unter dem Kartenpreis. Bei einem Steak sieht das ganz anders aus. Die Excel-Werte sind ungerundet berechnet, deshalb kann die letzte Nachkommastelle beim Nachrechnen mit gerundeten Zahlen leicht abweichen. Welche Quote für welches Konzept realistisch ist, findest du unter Wareneinsatz in der Gastronomie und Kalkulationsfaktor in der Gastronomie.

Dasselbe ohne Formelpflege, mit Grundrezepten und Rechnungsscan.
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Tab "Speisekarte": wie behältst du alle Gerichte im Blick?

Zeile 1 übernimmt automatisch das Gericht aus dem Rezept-Tab. Für weitere Gerichte trägst du Name, Kosten je Portion, Bruttopreis und Steuersatz ein. Die Vorlage rechnet Nettopreis, Wareneinsatzquote, Kalkulationsfaktor und DB I je Portion und zeigt unten den ungewichteten Durchschnitt.

Gerichte mit einer Wareneinsatzquote über 35 % werden orange markiert. Das heißt nicht automatisch, dass sie schlecht sind – ein Rumpsteak mit 38 % kann pro Teller mehr Euro bringen als ein Salat mit 25 %. Es heißt nur: anschauen. In den Beispieldaten trifft das auf das Rumpsteak zu (10,40 € Wareneinsatz, 29,90 € brutto, Quote 38,3 %, DB I 16,78 €). Wie du Quote und Deckungsbeitrag gemeinsam liest, steht unter Deckungsbeitrag berechnen.

Wo stößt die Vorlage an Grenzen?

Ehrlich: Die Vorlage ist für den Einstieg gedacht. Diese Dinge kann sie nicht oder nur mit Handarbeit:

  • Grundrezepte in mehreren Gerichten. Du kannst eine Sauce als eigenes Rezept kalkulieren und ihren Literpreis als Zutat eintragen – musst ihn aber selbst nachziehen.
  • Preisänderungen per Rechnung. Jeder neue Preis wird von Hand eingetippt.
  • Personal-, Verpackungs- und Plattformkosten sowie DB II bis DB IV.
  • Am Handy in der Küche arbeitet es sich mit Excel mühsam.

Wann sich der Wechsel auf eine Software lohnt, habe ich unter Gastronomie-Kalkulation mit Excel aufgeschrieben. Und wenn du nur schnell einen einzelnen Teller prüfen willst, nimm den kostenlosen Wareneinsatz-Rechner.

Häufige Fragen

Ist die Rezeptkalkulation-Vorlage wirklich kostenlos?

Ja. Du kannst die Excel-Datei direkt und ohne E-Mail-Eingabe herunterladen. Es gibt kein Abo und keine versteckten Kosten für die Vorlage.

Funktioniert die Vorlage auch mit LibreOffice, Numbers oder Google Tabellen?

Die Datei ist ein normales .xlsx ohne Makros und nutzt nur Standardfunktionen wie SUMME, INDEX, VERGLEICH und WENN. Sie lässt sich deshalb auch in LibreOffice Calc, Google Tabellen und Apple Numbers öffnen. Dropdowns und Farbmarkierungen können je nach Programm leicht anders aussehen.

Welchen Steuersatz trage ich in der Vorlage ein?

Voreingestellt sind 10 %, der Satz für Speisen in Österreich. In Deutschland gelten für Speisen in der Gastronomie 7 % und für Getränke 19 %, in Österreich für die meisten Getränke 20 % (Stand: Oktober 2026). Im Zweifel klär den Satz mit deiner Steuerberatung.

Wie viele Rezepte passen in die Vorlage?

Das Rezeptblatt ist für ein Gericht mit bis zu 20 Zutaten gebaut, die Zutatenliste für 60 Zutaten. Für weitere Gerichte kopierst du das Rezeptblatt oder trägst die Ergebnisse in die Speisekarten-Übersicht ein, die bis zu 20 Gerichte fasst.

Warum zeigt die Vorlage einen Zielpreis unter meinem Kartenpreis an?

Der Zielpreis ist der Bruttopreis, bei dem du genau deine Ziel-Wareneinsatzquote erreichst. Liegt er unter deinem Kartenpreis, ist deine Quote besser als das Ziel. Liegt er darüber, verdienst du an dem Gericht weniger als geplant.

Wenn die Tabelle zu klein wird

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