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Preisentscheidung

Speisekartenpreise kalkulieren statt schätzen

Kalkuliere Speisekartenpreise zuerst netto: Zutaten, Arbeitszeit, Verpackung, Gebühren und geplante Fixkostenanteile plus gewünschter Restbetrag. Erst danach ergänzt du die zutreffende Umsatzsteuer zum Gastpreis. Prüfe anschließend, ob Preis und Angebot zu deinen Gästen passen.

Gastronomiebetrieb prüft Produktkosten und Kennzahlen auf einem Tablet

Herausgeber: GastroCalculator · Stand der Quellenprüfung: 31. August 2026

14 Tage kostenlos, danach 10 € netto pro Monat zuzüglich USt. Monatlich kündbar.

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Formel & Vorgehen

Verkaufspreise aus Kosten und Zielbeitrag ableiten

Bruttopreis = erforderlicher Nettoverkaufspreis × (1 + USt.-Satz ÷ 100)

  1. Zutaten und Verpackung als Wareneinsatz je Produkt erfassen.

  2. Personal, Delivery und weitere variable Kosten ergänzen; bereits erfasste Kosten nicht erneut addieren.

  3. Fixkosten und Unternehmerlohn mit einer dokumentierten Methode zuordnen.

  4. Netto-Zielpreis aus Kosten und gewünschtem Zielbeitrag ermitteln und erst danach die Umsatzsteuer ergänzen.

Den Rechenweg nachvollziehen

Preisbeispiel: vom Wareneinsatz zum Nettoverkaufspreis

Vereinfachtes Rechenbeispiel mit angenommenen Nettobeträgen; kein Kundenergebnis.
PositionWertBerechnung
Wareneinsatz3,20 €Zutaten und Verpackung
Weitere Kosten4,10 €Personal, Gebühren und Fixkostenanteil
Zielbeitrag2,70 €unternehmerischer Spielraum
Zielpreis netto10,00 €vor Umsatzsteuer

Euro-Zielbeitrag und prozentuale Marge unterscheiden

Das Beispiel oben arbeitet mit einem festen Zielbeitrag in Euro. Bei einem prozentualen Ziel bezieht sich die gewünschte Marge auf den Nettoverkaufspreis. Ein Aufschlag auf die Kosten hat dagegen eine andere Bezugsgröße.

Angenommene Kosten von 7,30 € und 27 % gewünschter Restbetrag vom Nettoerlös ergeben: 7,30 € ÷ (1 − 0,27) = 10,00 € netto. Ein Kostenaufschlag von 27 % ergäbe dagegen nur 9,27 € gerundet. Das Beispiel setzt feste Kosten je Portion voraus; umsatzabhängige Gebühren müssen zusätzlich in die Preisformel eingehen.

Eigenes Rechenbeispiel mit angenommenen Werten.

Mit deinen eigenen Zahlen weiterrechnen

Der kostenlose Rechner ermittelt einen Zielpreis aus der Wareneinsatzquote. Prüfe Personal und Betriebskosten zusätzlich, bevor du daraus einen Speisekartenpreis machst.

Hinweise für Österreich und Deutschland

  • Österreich: Speisekarten weisen Endpreise einschließlich Umsatzsteuer aus. Die konkrete Leistung und Produktart bestimmen den Satz.
  • Deutschland: Seit 1. Jänner 2026 gilt die 7-%-Regel für Speisen bei Restaurant- und Verpflegungsleistungen dauerhaft; Getränke bleiben grundsätzlich bei 19 %.

Diese Fehler verzerren deine Speisekartenpreise

  • Mit einem starren 300- oder 400-Prozent-Aufschlag arbeiten.
  • Liefer- und Vor-Ort-Preise trotz unterschiedlicher Kosten gleichsetzen.
  • Preise nur mit Wettbewerbern statt mit eigenen Kosten vergleichen.
  • Rundungen vor Abschluss der Nettokalkulation anwenden.

So hilft GastroCalculator

GastroCalculator macht Preisempfehlungen transparent. Du siehst den aktuellen Preis, Zielbereiche und den Rechenweg hinter einer Empfehlung.

Grundlagen nachvollziehen

Quellen & Hinweise

Stand der Quellenprüfung: 31. August 2026. Die Quellen erläutern die fachlichen Grundlagen. Rechenbeispiele stammen von GastroCalculator und sind keine Nachweise realer Kundenergebnisse. Steuerliche Sonderfälle bitte mit der eigenen Steuerberatung prüfen.

Vor dem Übertragen in deine Kalkulation

Lege Netto-/Bruttobasis und Zielgröße fest. Ein Kostenaufschlag und eine Marge vom Verkaufspreis sind nicht dieselbe Prozentrechnung.

Alle Leistungen und Abo-Bedingungen

Vor deinem Start

Fragen zu Netto-, Bruttopreisen und Kostenabdeckung

Soll ich Preise brutto oder netto kalkulieren?

Der Gast sieht brutto. Für die Kalkulation wird intern der Netto-Verkaufspreis verwendet, weil die Umsatzsteuer nicht dein Ertrag ist.

Welche Kosten gehören in den Preis?

Wareneinsatz, Personal, Prep-Arbeit, Verpackung, Lieferkosten, variable Kosten, Fixkosten und Unternehmerlohn.

Kann ich Preise für Food und Drinks getrennt prüfen?

Ja. Unterschiedliche Umsatzsteuersätze und Wareneinsatzlogiken sollten getrennt betrachtet werden.